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Energie clever günstig gemacht

Bundesweit einmalig: Gertrudenstift Baunatal spart mit Photovoltaik von Kirchner Solar und Blockheizkraftwerk viel Geld

Alten- und Pflegeheime produzieren hohe Energiekosten. Bei Martin Mittelbach ist das mittlerweile ein wenig anders. Der Leiter des Gertrudenstifts in Baunatal hat vorgesorgt und umgerüstet. Vor sechs Jahren war der erste Bauabschnitt des Gertrudenstifts bezogen worden, eine Gasheizung allein war wenig effizient. Der Jahres-Stromverbrauch, gemessen im Sommer 2013: „250.000 Kilowattstunden“, sagt Mittelbach. Die Gesamtkosten des Hauses sollten gesenkt werden, so sein Ziel, „aber ohne Bewohnern und Mitarbeitern weh zu tun.“ Also beschloss der Vorstand des Vereins Gertrudenstift, zusätzlich ein Blockheizkraftwerk zu installieren. Dessen Leistung: 120.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Es folgte die Umstellung sämtlicher Glühbirnen auf LED-Leuchtmittel. Kosten: 16.000 Euro. Ersparnis: 33.000 Kilowattstunden pro Jahr. In Geld: 7.000 Euro. Und dann kam die Idee mit der Photovoltaik. Heute sind sieben Dächer mit der Anlage bedeckt, und dies so, dass schon morgens um sechs die ersten Sonnenstrahlen eingefangen werden und abends bis rund halb zehn die letzten. Die Photovoltaik produziert jährlich 175.000 Kilowattstunden. In guten Monaten können zirka 85 Prozent des gesamten Energiebedarfs damit gedeckt werden, „selbst im dunklen Februar lag unsere Eigenversorgung bei 26 Prozent“, so Mittelbach.

Drei Viertel des Energiebedarfs wird selbst produziert Mittelbach investierte in das Spar-Projekt 296.000 Euro. Der Gertrudenstift produziert nun drei Viertel seines Energiebedarfs selbst, ein Viertel muss zugekauft werden. „Aber diesen Strom kaufen wir mit dem Geld, das wir durch die Einspeisevergütung verdient haben“, sagt Mittelbach. Beteiligt an dem Groß-Spar-Projekt war die Kirchner Solar Group aus Heinebach. Für Oliver Steinbach, bei Kirchner Projektleiter für Kommunen und Gewerbe, ist das hervorragende Ergebnis modellhaft: „Photovoltaik lohnt sich immer noch, und in diesen Bereichen mehr denn je, denn die Module sind günstig wie nie und der Strom gleichzeitig so teuer wie nie zuvor.“ Viele Unternehmen sähen keine Notwendigkeit, auf Photovoltaik umzustellen, bezögen ihren Strom als Großabnehmer viel günstiger als private Haushalte. Dennoch würde sich auch schon bei diesen „niedrigen“ Bezugspreisen ein Umstieg auf Solarstromproduktion lohnen.

Dennoch hätten viele erkannt, dass sie an ihrem hohen Stromverbrauch etwas ändern müssten, „etwa die, die beispielsweise von sieben bis 18 Uhr geöffnet haben. Wenn Unternehmen einmal realisieren würden, was sie sparen könnten, wären viele überrascht. Computer, Klimaanlagen, auch Maschinen, Kühlhäuser oder Aufzüge könnten damit günstig betrieben werden.“ Fehlinformationen und Vorbehalte der Investoren führten aber leider oft dazu, dass solche ökologisch und ökonomisch sinnvollen Dinge nicht gebaut würden.

Foto: Krum

Auge in Auge mit der Photovoltaik: Von links Oliver Steinbach (Kirchner Solar Group), Martin Mittelbach (Leiter Gertrudenstift), Zafer Kalem (Kirchner), Gehard Bernhardt (Vorstand Gertrudenstift), Armin Raatz (MUT Energiesysteme) sowie Volker Wachenfeld und Susanne Henkel (SMA)

 

Diskussion

Ein Kommentar zu “Energie clever günstig gemacht”

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    Geschrieben von Maria | Dezember 21, 2016, 16:06

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