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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Das Leiden sanft lindern

Natürliche Therapien gegen Migräne
Migräne-Attacken sind sehr schmerzhaft. Jeder zehnte Deutsche ist betroffen. Foto: istockphoto.comMillionen Menschen leiden in Deutschland unter schmerzhaften Migräne-Attacken. Experten schätzen, dass jeder zehnte Deutsche betroffen ist. Migräne entsteht, ohne dass eine andere körperliche Beschwerde oder Erkrankung sie verursacht. Lange waren die Ursachen unbekannt. Heute weiß man, dass bei Migräne-Patienten eine Funktionsstörung der Blutgefäße im Gehirn und der die Blutgefäße regulierenden Nerven vorliegt. Psychischer Stress, starke körperliche Belastung oder gar die falsche Ernährung können die bis zu 72 Stunden andauernden Anfälle verursachen. Dabei treten einseitige, starke Schmerzen im Schläfenbereich auf, Betroffene sind meist licht-, geruch- und geräuschempfindlich, es kann zu plötzlicher Übelkeit bis hin zu Erbrechen oder Durchfall kommen.

Pestwurz-Extrakte
Neben der Behandlung mit traditionellen Medikamenten wie Triptane oder Acetylsalicylsäure gibt es auch andere Methoden, das schmerzhafte Leiden zu lindern. Mit dem Extrakt aus der Pestwurz-Pflanze, die in Kapselform in Apotheken erhältlich ist, kann die Erkrankung in Häufigkeit und Stärke auf natürliche Weise eingedämmt werden. Die Behandlung sollte auf jeden Fall mit dem Arzt abgesprochen werden und die Dauer von vier Monaten nicht überschreiten.

Akupunktur
Begleiterscheinungen der Migräne wie Übelkeit und Erbrechen, aber auch die Schmerzen selbst können, mit Hilfe der Akupunktur entscheidend verbessert werden. Um das zu erreichen, muß der Therapeut beim Nadeln berücksichtigen, wo der Schmerz auftritt, denn danach richtet sich die Wahl der Akupunktur-Punkte. Die asiatische Heilmethode soll schon nach wenigen Wochen Linderung verschaffen. Sechs Akupunktur-Sitzungen im Wochenrhythmus sollten erste Erfolge zeigen und danach bei Anzeichen der Besserung fortgesetzt werden. Eine Akupunktur-Sitzung mit Beratung kostet in der Regel zwischen 25 und 60 Euro. Von den Krankenkassen werden diese Leistungen selten übernommen.

Biofeedback
Eine weitere Möglichkeit ist die Biofeedback-Methode, bei der mittels Elektroden die Körpersignale auf einen Computer übertragen werden. Diese werden entweder visuell auf einem Bildschirm sichtbar oder akustisch bemerkbar gemacht. Dadurch kann der Migränepatient erkennen, wo Fehlfunktionen im Körper vorliegen, um so zu lernen, die Beschwerden zu kontrollieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Etwa zehn bis 15 Sitzungen sind bei einem Heilpraktiker nötig, um Erfolge zu spüren. Migräneanfälle können gelindert oder gar verhindert werden. Allerdings macht diese Therapie nur dann Sinn, wenn die Sitzungen im Zeitraum eines Migräneanfalls durchgeführt werden. Nur so, kann der Therapeut wirklich die Fehlfunktionen im Körper erkennen, raten Mediziner. Allerdings wird Biofeedback meist nicht von den Krankenkassen bezahlt. Yoga, Autogenes Training und Entspannungsübungen, bei denen die Hände durch ein spezielles Verfahren gewärmt werden, können mögliche Kontroll- und Gegenmaßnahmen für die Beschwerden sein. Yoga und Autogenes Training können Betroffene in Kursen lernen zum Beispiel in Volkshochschulen.

 

 

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