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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Gepflegte Bräune

Sonne bedeutet für unsere Haut Stress. Eine Extraportion Schutz und Zuwendung machen das wieder wett. Foto: fotolia.comWer schön gebräunt aus dem Urlaub kommt, erntet bewundernde Blicke. Braune Haut lässt uns erholt und vital aussehen. Und auch der Gesundheit tut die Sonne gut: Denn nur bei Sonnenlicht kann der Körper das lebenswichtige Vitamin D bilden. Es regt zum Beispiel Stoffwechsel und Durchblutung an und sorgt für gute Laune. Doch leider hat die Sonne auch ihre Schattenseiten: zu viel und ohne Schutz schädigt sie die Haut.

UVA-Strahlen lassen Haut altern
Sonne ist für 80 Prozent der Falten verantwortlich. Vor allem UVA-Strahlen lassen die Haut altern. Durch sie entstehen freie Radikale, die Körperzellen zerstören. Die Haut verliert Kollagenfasern und somit an Elastizität. Zudem sorgen UVA-Strahlen für unschöne Pigmentflecken und Sonnenallergien. Da sie sehr tief in die Haut dringen, können sie Hautkrebs verursachen. Nicht weniger schädlich sind UVB-Strahlen, die einen Sonnenbrand auslösen können. Und mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb nie ungeschützt in die Sonne gehen und darauf achten, dass der Filter UVA- und UVB-Licht abschirmt. Ein Tipp: Ultraleichte Sonnecremes verwenden, denn man cremt sich häufiger ein, wenn die Textur leicht ist und schnell einzieht. Im Trend sind zurzeit auch Aerosol-Sprays, die teilweise klar aus der Dose kommen und sich mit einem „Pffft“ über den Körper nebeln lassen.

Nicht am Sonnenschutz sparen
An der Menge sollten Sie nicht sparen: Experten rechnen zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut beziehungsweise elf Esslöffel für den ganzen Körper. Das heißt: 250 Milliliter Sonnecreme reichen bei zweimal eincremen am Tag ungefähr viereinhalb Tage. Nimmt man bei Lichtschutzfaktor 50 nur die Hälfte der empfohlenen Menge, beträgt der Schutz auch nur Lichtschutzfaktor 25. Wie lange Sonnenschutz theoretisch hält, können Sie sich auch ausrechnen: Multiplizieren Sie Ihre Eigenschutzzeit (also wie lange Sie in der Sonne bleiben können, bevor sich die Haut rötet – bei den meisten Deutschen sind das etwa 15 Minuten) mit dem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor. Beispiel: Sie haben 15 Minuten Eigenschutzzeit und verwenden Lichtschutzfaktor 30 (15 x 30). Das bedeutet, dass Sie 450 Minuten, etwa sieben Stunden, in der Sonne bleiben könnten. Wenn Sie die empfohlene Menge auftragen. Tun aber die wenigsten: Deshalb einen hohen Lichtschutzfaktor wählen und ganz regelmäßig nachcremen, auch nach dem Schwimmen.

Schutzfaktor nach Hauttyp aussuchen
Wie viel Vorsorge nötig ist, erfährt man auch vom Deutschen Wetterdienst. Er informiert darüber für alle Regionen mit dem UV-Index. Dieser gibt über die Strahlenintensität Auskunft. Je nach Hauttyp kann man dann den geeigneten Faktor aussuchen. Ein weitere Tipp, wie Sie die Haut schützen können: dunkle Kleidung. Sie reflektiert die Infrarotstrahlung der Sonne besser als weiße, hält die UV-Strahlung besser ab und schützt sogar optimal vor Überhitzung. Ein schwarzes T-Shirt entspricht etwa einem Lichtschutzfaktor 20, ein weißes Lichtschutzfaktor 10. Nach dem Sonnenbad braucht unsere Haut viel Pflege. Die Sonne trocknet sie schnell aus und kann sie reizen. Wind, Meerwasser und Chlor beanspruchen sie zusätzlich. Après-Sun-Produkte – zum Beispiel leichte Lotions oder Gele – sind hier die richtige Lösung. Sie schenken der Haut Feuchtigkeit, ohne ihr mit zu viel Fettgehalt die Luft zum Atmen zu nehmen. Sie beruhigen, kühlen und schenken regenerierende Pflege.

Wenn Sie Ihre Bräune so lange wie möglich schön erhalten möchten, sollten Sie Ihre Haut gut pflegen. Allerdings: Bräune hält nicht ewig. 28 Tage braucht die Haut, um sich zu erneuern. Nach spätestens vier Wochen ist die schöne Farbe also weg. Auch auf intensives Baden und Duschen sollten Sie verzichten, denn das strapaziert die Haut zusätzlich und fördert das vorzeitige Schuppen. Störende Pigmentflecken, zum Beispiel auf Armen und Händen, können Sie mit homöopathischem Sepia bekämpfen – zweimal täglich je fünf Globuli. Es stärkt die Haut, die an den Fleckenstellen besonders dünn ist. Ein anderes Mittel: Calcium fluoratum, dreimal täglich fünf Globuli. Bis die unschönen Flecken verblassen, kann es allerdings einige Wochen dauern.

Hilfe bei Sonnenbrand
Ein Sonnenbrand ist eine Verbrennung, bei der Hautstrukturen zerstört werden. Bei Blasenbildung, Kopfschmerzen und Übelkeit zum Arzt gehen. Bei weniger schweren Fällen kühlen, um den Blutfluss in den Gefäßen zu verringern. Hier helfen feuchte Umschläge und beruhigende Dexpanthenol-Sprays oder leichte Kortison-Lotionen aus der Apotheke.

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