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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Naturheilverfahren versus Schulmedizin

Foto: © Marina Lohrbach - Fotolia.com, Quelle: BKK VBUImmer mehr Menschen suchen nach Alternativen zur Schulmedizin. 80 Prozent der Deutschen ziehen Naturmedizin einem herkömmlichen Medikament vor, so lautet das Ergebnis einer Studie des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Kölner Universität. Doch worin unterscheiden sich Naturheilverfahren von der Schulmedizin?

Viele Menschen ziehen alternative Behandlungsmethoden dann in Betracht, wenn Ärzte trotz eingehender Befragung und Untersuchung keine konkreten Ursachen für Krankheitssymptome, Schmerzen etc. finden können. Vor allem bei psychosomatischen Beschwerden suchen die Menschen die Fachkunde eines Naturheilkundlers auf. Obwohl viele naturheilkundliche Behandlungsmethoden nicht wissenschaftlich verifiziert wurden und sich Experten über die Wirksamkeit streiten, hoffen die Anhänger der Naturheilverfahren zumindest auf geringere Nebenwirkungen.

Man kann die bekanntesten Naturheilverfahren in drei Gruppen unterteilen: erstens diejenigen, die hauptsächlich auf pflanzliche und andere natürliche Heilstoffe setzen, darunter Homöopathie und Pflanzenheilkunde, und zweitens die Verfahren, bei denen es um Bewegungsabläufe geht, wie Chiropraktik und Osteopathie. Dann gibt es drittens die Verfahren zur Eigenanwendung, die jeder einfach und ungefährlich selber anwenden kann. Dies sind vor allem Hydrotherapie, das heißt, Wasseranwendungen, oder Aromatherapie. Beliebte Sonderformen aus anderen Kulturen sind die Akupunktur aus der traditionellen chinesischen Medizin und indisches Ayurveda.

Homöopathie
Die Homöopathie geht auf den Arzt Samuel Hahnemann zurück, der bereits im 19. Jahrhundert sagte, er wolle Gleiches mit Gleichem behandeln. Damit ist gemeint, dass man eine Krankheit mit einem hochverdünnten Naturstoff behandelt, der – wenn man ihn einem gesunden Menschen in größerer Menge geben würde – zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für die Erkrankung charakteristisch sind. Wilder Jasmin beispielsweise ist Teil einiger homöopathischer Grippemittel, doch wenn ein gesunder Mensch zu viel wilden Jasmin zu sich nimmt, würde er fiebern und sich erschöpft fühlen, also typische Grippesymptome bekommen.

Pflanzen als Heilmittel
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten Behandlungsmethoden überhaupt: Schon im Mittelalter wurden Pflanzen als Heilmittel verwendet, heute sind zum Beispiel Salbeitee gegen Halsschmerzen oder Blasen- und Nierentees verbreitet. Apotheken bieten aber auch Säfte oder Pulver gegen zahlreiche andere Beschwerden.

Die manuelle Therapie
Wer Gelenk- oder andauernde Rückenbeschwerden hat oder an Kopfschmerzen leidet, kann einen Chiropraktiker oder Osteopathen aufsuchen. Der Chiropraktiker arbeitet mit seinen Händen, wobei er die Wirbelsäule als Dreh- und Angelpunkt aller Bewegungen ansieht – Patienten berichten davon, sich nach einer erfolgreichen Behandlung „eingerenkt“ zu fühlen. Auch ein Osteopath löst Beschwerden mit manueller Therapie, allerdings sucht er die Fehlfunktionen sowohl bei Knochen als auch Muskeln oder Sehnen und betrachtet den Körper als Ganzes. Diese Methoden ergänzen die in der Orthopädie üblichen Behandlungsmethoden bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die sowohl nicht-operative, wie Schuheinlagen, als auch operative Elemente beinhalten.

Immunsystem natürlich stärken
Auch für diejenigen, die Krankheiten vorbeugen wollen oder nicht gleich zum Antibiotikum, beispielsweise bei einem grippalen Infekt, greifen wollen, gibt es alternative Möglichkeiten. Ein Klassiker ist die Hydrotherapie nach Kneipp: heiß-kalte Wechselbäder zur Förderung der Durchblutung gibt es zu Hause in der Dusche oder auch beim Saunabesuch. Kalte Wadenwickel, um Fieber zu senken, sind seit langem ein beliebtes Hausmittel.

Aromatherapie
Mehr zur Wellness als zur Medizin gehört dagegen die Aromatherapie: Duftende Öle gibt es fast überall zu kaufen, wobei darauf zu achten ist, dass die oft günstig angebotenen synthetischen Öle nicht so hochwertig sind wie Aroma-Öle. Anhänger der Aromatherapie empfehlen für die unterschiedlichsten Beschwerden und Anlässe bestimmte Öle, ob zur Beruhigung, um die Stimmung zu heben, die Konzentration oder Abwehrkräfte zu steigern oder die Verdauung zu fördern.

Aktiv für die Gesundheit eintreten
Während Wellness-Angebote, wie Massagen oder Bäder, wesentlich dazu beitragen, sich wohlzufühlen, hat Medical Wellness den Anspruch, sich vom bloßen Entspannen und Wohlfühlen abzuheben. Qualität und medizinische Kompetenzen stehen im Vordergrund. Deshalb wollen Befürworter von Medical Wellness bewusst körperlichen sowie psychischen Beschwerden oder Krankheiten vorbeugen.

Eine weitere Möglichkeit, aktiv für die Gesundheit und die körperliche sowie geistige Fitness einzutreten, ist die Teilnahme an Gesundheitskursen aus den Bereichen Entspannung, Ernährung, Bewegung sowie Reduktion von Sucht- und Genussmitteln.

 

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