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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Schlummern ohne Qual

Wie Milbenallergiker eine gute Nachtruhe finden
Milbendichte Bezüge können die Beschwerden effektiv mindern. Foto: Fotolia.comMilben findet man in jeder Wohnung – mangelnde Hygiene kann man allerdings niemandem vorwerfen. Milben fühlen sich in unseren vier Wänden ganz einfach pudelwohl. Vor allem mögen sie eine feuchtwarme Umgebung, wie sie oft in Betten vorherrscht. Bis zu zehn Millionen Milben tummeln sich dort. Etwa 4000 Milben sind in einem Gramm Bettstaub zu finden. Dabei kann man die kleinen Spinnentierchen mit bloßem Auge nicht sehen. Sie sind so klein, dass sie auf einem Streichholzkopf zu Hunderten Platz finden. Außerdem fühlen sie sich bei uns Menschen wohl, denn wir liefern ihnen ihre Nahrungsgrundlage: Wir verlieren täglich bis zu zwei Gramm Hautschuppen. Pro Jahr kommt etwa ein halbes Kilo zusammen. Die tägliche Ration reicht aus, um eine Million der kleinen Tierchen zu ernähren.

„In Matratzen finden Milben ideale Lebensbedingungen: Die Hautschuppen dienen Milben als Nahrung, und das dunkle Bett ist eine ideale Brutstätte. Die Spinnentiere produzieren dort täglich bis zu 80 Eier“, sagt Dr. Ursula Marschall von der Barmer GEK. Belastend ist die große Menge an Milben besonders für Allergiker, denn in der Nacht werden die allergieauslösenden Stoffe bei jeder Bewegung in die Luft geschleudert und gelangen durch die Atmung in die Lunge. Eine Allergie macht sich häufig zunächst durch eine laufende Nase und juckende Augen bemerkbar. Verschlimmert sie sich, kann es zusätzlich zu Atemproblemen kommen.

Matratzen reinigen
Durchschnittlich 30 Prozent des Tages verbringen wir im Bett. Deshalb sollten das Schlafzimmer und das Bett auf die Bedürfnisse von Allergikern abgestimmt sein. Zum einen sollten sie sich von Teppichböden im Schlafzimmer trennen und stattdessen einen Bodenbelag wählen, der mit Wasser sauber gehalten werden kann. Zum anderen kann eine Matratzenreinigung helfen, Staub, Hautschuppen und Milben zu entfernen. „Nach der Reinigung ist ein milbendichter Matratzenbezug sinnvoll, denn er hält den Neubefall gering“, rät Marschall.

Abends duschen
Auch die Wahl der „richtigen“ Gardinen und Vorhänge im Schlafzimmer ist wichtig. Die Stoffe sollten möglichst nicht schwer und außerdem waschbar sein. Gleiches gilt für das Bettzeug. Milben überleben den Waschgang bei mindestens 60 Grad nicht. In der Waschmaschine ist es zu heiß und zu nass. „Außerdem sollten Allergiker abends duschen, um die Pollen vom Tag und alte Hautschuppen abzuwaschen“, sagt Marschall. Zudem sollte das Schlafzimmer schön kühl sein, am besten unter 18 Grad. Darüber hinaus gilt: regelmäßig lüften.

 

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