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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Zeigt her eure Füße

Foto: © Johanna Mühlbauer - Fotolia.com, Quelle: BKK VBUVor Pilzerkrankungen kann man sich schützen
In Sandalen und Flipflops kommen schöne und gepflegte Füße im Sommer erst richtig zur Geltung. Doch wie bleiben die Füße vor Krankheitserregern wie Fuß- und Nagelpilz geschützt?

Bis zu 70 Prozent aller Menschen sind irgendwann in ihrem Leben einmal von Fußpilz betroffen, doch nur jeder Zehnte lässt sich behandeln. Damit aber sind sie eine Ansteckungsgefahr für ihre Mitmenschen. Denn sie verteilen, ohne es zu wissen, infizierte Hautschüppchen überall dort, wo man barfuß läuft – vor allem in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen, Fitness- Studios, in Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen, auf Campingplätzen und in Hotelzimmern. Die Pilzsporen können in feuchtwarmem Klima mehrere Wochen überleben. Allerdings sind nicht alle Menschen gleichermaßen anfällig für eine Ansteckung. Vermehrtes Schwitzen, zum Beispiel in Sportschuhen, fördert eine Pilzinfektion, was ihr im englischsprachigen Raum den Namen „athlete‘s foot“ (Sportlerfuß) eingebracht hat. Besonders gefährdet sind auch Menschen mit Durchblutungsstörungen oder Diabetes.

Fußpilz entlarven
Es juckt und brennt zwischen den Zehen, die Haut ist gerötet und schuppt sich? Dann hat sich dort wahrscheinlich schon Tinea pedis, der Fußpilz, eingenistet. Bei leichten Beschwerden kann man den Pilz mit einem rezeptfreien pilzabtötenden Mittel aus der Apotheke selbst behandeln. Geeignet sind Cremes oder Sprays, die Clotrimazol oder Bifonazol enthalten. Sie müssen zweimal täglich etwa drei bis vier Wochen angewendet werden. Präparate mit dem Wirkstoff Terbinafin werden nur eine Woche lang einmal pro Tag aufgetragen. Normalerweise bessern sich die Beschwerden binnen weniger Tage.

Wenn die betroffenen Hautstellen nicht auf das Medikament ansprechen oder zu nässen beginnen, muss ein Hautarzt hinzugezogen werden. Er kann gezielter gegen einzelne Pilzarten vorgehen und klären, ob eine andere Hautkrankheit wie ein Ekzem, vorliegt.

Wenn es auf den Nägeln brennt …
In manchen Fällen greift die Pilzinfektion auf einen Nagel über. Er verdickt sich, wird weißlich-gelb oder braun. Die sogenannte Onychomykose kann Finger- und Zehennägel betreffen. Wer bereits unter Fußpilz leidet, ist besonders gefährdet. Betroffene sollten den Hautarzt aufsuchen, damit eine effektive Behandlung eingeleitet wird und der Pilz sich nicht weiter ausbreiten kann. Denn die Erkrankung ist hartnäckig und die Behandlung muss über mehrere Monate durchgeführt werden, bis der gesamte betroffene Nagel herausgewachsen ist. Bei Fingernägeln dauert dieser Prozess etwa drei Monate, bei Fußnägeln sechs Monate oder länger. Die lokale Therapie mit einem pilzabtötenden klaren Lack ist schonend, reicht aber nicht aus, wenn der Pilz schon in das Nagelbett eingedrungen ist. Dann müssen Antimykotika in Tablettenform eingenommen werden.

Wichtig bei Fuß- und Nagelpilzbefall: Schuhe mit Antipilz-Spray desinfizieren. Handtücher, Socken, Bettzeug möglichst bei 95 Grad Celsius (mindestens 60 Grad Celsius) waschen oder spezielles Wäschedesinfektionsmittel benutzen.

Vorbeugen ist das A und O
Um Fußpilz zu vermeiden kommt es vor allem auf Hygiene und die richtige Körperpflege an. Experten empfehlen:

  • Füße nach jedem Duschen und Baden gründlich abtrocknen, dabei besonders auf die Zehenzwischenräume achten
  • Auf Desinfektionsduschen in Schwimmbädern verzichten – dort ist die Pilzkonzentration besonders hoch
  • Die Füße mit harnstoffhaltiger Creme pflegen, um Hautrisse zu vermeiden. Sie können Eintrittspforten für Pilze sein
  • Nur Socken aus Baumwolle oder Wolle tragen und diese täglich wechseln
  • In Sandalen und offenen Schuhen möglichst oft barfuß gehen, um die Füße zu „belüften“
  • Lederschuhe bzw. Schuhe mit Ledersohlen bevorzugen
  • Beim Kauf von Sportschuhen auf atmungsaktive Materialien achten
  • In Bädern und ähnlichen Gemeinschaftseinrichtungen Badeschuhe tragen
  • Fußpuder bei Schweißfüßen verwenden
  • Ein Fußbad mit Zusätzen wie Teebaumöl, Lavendel oder Rosenblättern ist ein Wohltat für die betroffene Haut.

Foto: © Johanna Mühlbauer – Fotolia.com, Quelle: BKK VBU

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