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Gesundheit und mehr Wohlbefinden

Der Leistungsfähigkeit auf den Zahn gefühlt

Matt, schlapp und müde? Chronische Kopf- oder Rückenschmerzen? Die Ursache kann eine Fehlstellung des Kiefers sein. Viele Menschen leiden unter der sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion – kurz: CMD – und wissen nichts davon. Ihr Alltag wird von frustrierenden Leistungseinbußen und quälenden Schmerzen begleitet. An Sport ist für sie irgendwann nicht mehr zu denken – ohne, dass weitere Beschwerden und Schädigungen folgen.

Es gibt ambitionierte Freizeit- und Profisportler, die unter jahrelangen, nicht geklärten und immer wiederkehrenden Beschwerden und Verletzungen leiden. Sie fühlen sich müde und matt. Zugleich werden sie von chronischen Kopf- und Rückenschmerzen, Beckenschiefständen, Fußfehlstellungen und Bewegungseinschränkungen, Beschwerden wie Augenflimmern, Migräne, Schwindel oder Tinnitus begleitet. Die körperliche Leistungsfähigkeit geht verloren. Dies ist eine Kettenreaktion, die durch eine Fehlstellung des Kiefers oder einem mangelhaften Zusammenbiss der Zähne ausgelöst werden kann.

„Das Beschwerdebild nennt man CMD“, sagt Dr. Stephanus Schöler, Zahnarzt in Söhrewald. „Wer jahrelang leidet, ohne die Ursachen zu kennen, sollte sich einer CDM-Diagnostik beim Zahnarzt unterziehen.“ Eine Möglichkeit, die man im Leistungssport – vor allem in den USA – schon lange nutzt. Auch die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde vor der Weltmeisterschaft 2006 zum Check beim Zahnarzt geschickt. Und auch die immer wiederkehrenden Verletzungen des FC Bayern München-Kickers Franck Ribéry waren auf CDM zurückzuführen.

Falsche Bisslage verkrampft
Doch es sind nicht nur sportlich Ambitionierte betroffen. Viele Menschen leiden lange unter quälenden Schmerzen, die ihnen das Leben vergällen und ein Stück Lebensqualität rauben. „Es gibt unterschiedliche Ursachen. Um sie zu finden, muss man den Körper als ganzheitlich funktionierendes System verstehen“, erklärt Schöler.

Zum Beispiel kann ein höher stehender Zahn, etwa durch eine neue Füllung, zu einer Verschiebung der Bisslage führen, was wiederum zu einer einseitigen Verspannung der Kaumuskulatur und dann zu einer Verkrampfung der gesamten Schädelmuskulatur führt. Da der Körper bis zu einem gewissen Grad versucht, sich selbst zu schützen, werden solch asymmetrische Verkrampfungen von anderen Muskelgruppen kompensiert. Wenn das Puffersystem erschöpft ist, zieht das Probleme in kieferfernen Bereichen wie Rücken oder Knien nach sich.

Eine weitere Ursache kann auch der sogenannte Bruxismus sein. Das heißt, dass Patienten aufgrund einer Stressbelastung unbewusst zumeist in der Nacht mit ihren Zähnen knirschen. Hierbei wirken extreme Kräfte auf die Kiefergelenke, welche zu einer Traumatisierung der Gelenkstrukturen führen. Es ist wieder Aufgabe der Kaumuskeln, dieses Trauma auszugleichen. Nach Ausschöpfung aller Kompensationsmechanismen kann es im Körper zu Schmerzen und Problemen kommen.

Aufbissschienen helfen
CMD wird mit speziellen Aufbissschienen – nicht zu verwechseln mit „Knirscherschienen“ – therapiert. Sie erzeugen einen regelmäßigen Kontakt zwischen den Zahnreihen und entspannen die Muskulatur. Diese individuellen Schienen werden anhand einer Registrierung der Kieferposition und der Bewegungsbahnen der Kiefergelenke hergestellt. Sie müssen regelmäßig überarbeitet und angepasst werden – solange bis sich die Verkrampfungen und damit verbundene Probleme lösen. „Danach ist es wichtig, die korrigierte Bisslage von der Schiene auf die Zähne zu übertragen, entweder durch kleinere Einschleifmaßnahmen oder durch den Aufbau von Funktionsflächen in Form von Inlays, Onlays oder Kronen“, sagt Schöler. „Dann klappt es auch wieder mit dem Sport und der Leistungsfähigkeit.“

Diskussion

Ein Kommentar zu “Der Leistungsfähigkeit auf den Zahn gefühlt”

Eine Antwort zu “Der Leistungsfähigkeit auf den Zahn gefühlt”

  1. Anna sagt:

    Vielen dank für die tollen Informationen. Ich leide leider auch unter einer Fehlstellung meines Kiefers und es ist ätzend.

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