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Laufen leicht gemacht

Akute Verletzungen im Laufsport wie Muskelverletzungen oder Achillessehnenriss sind selten. Über achtzig Prozent der Beschwerden sind Überlastungsreaktionen an Knie, Fuß oder Achillessehne. Ein Risikofaktor dafür sind Fehlstellungen des Fußes. Eine adäquate Versorgung mit Schuhwerk und Einlagen kann dies verhindern und darüber hinaus für mehr Leistungsfähigkeit sorgen.

Die positiven Effekte auf Körper und Psyche motivieren eine große Zahl an Freizeitläufern. Auf der anderen Seite fordert das Laufen den Körper in vielerlei Hinsicht. Bei zahlreichen Bewegungen wirken starke Kräfte auf den Fuß. Ermüdung, Überlastung, Schmerzen und Verletzungen können Folgen sein. Die Fußform spielt als Risikofaktor eine große Rolle. „Sehr viele Menschen haben eine Fußfehlstellung. Ein Spreiz-, Senk-, Knick- oder Hohlfuß bringt immer eine Störung der Biomechanik mit sich und führt so zu überlasteten Gelenken, Sehnen und Bändern“, sagt Kevin Wegener, Techniker im Sanitätshaus Brandau in Kassel. Doch nicht nur Läufer sind betroffen: Ballsportler erleiden Verletzungen, die durch ungewohnte Bewegungen mit hohen Krafteinwirkungen entstehen. Golfer belasten Füße und Gelenke durch die großen Distanzen, die sie auf dem Patz zurücklegen, und durch die Abschlagbewegung.

Einlagen unterstützen und entlasten
Immer mehr Freizeit- und Profisportler vertrauen auf spezielle Einlagen für Sportschuhe, die die Füße und den Bewegungsapparat gezielt entlasten und stabilisieren, Beschwerden lindern und die Statik wieder herstellen, Ermüdungen, Stürzen und Verletzungen vorbeugen. Ein weiterer Vorteil: Da der Fuß keine Fehlstellungen mehr ausgleichen muss und so die Muskeln weniger Sauerstoff verbrauchen, übersäuert der Körper nicht und ist leistungsfähiger. „Jeder Sportler sollte früh genug beginnen, sich mit den richtigen Einlagen zu versorgen“, sagt Elmar Gehl, Orhopädie – Techniker Meister im Sanitätshaus Brandau in Kassel. Dort setzt man auf Active-Einlagen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt: Walk, Run, Play und Golf. Das Wirkungsprinzip beruht auf dem vertikalen Anordnen verschieden fester Materialien, die wellenförmig miteinander verzahnt sind. Je nach Sportart sind die einzelnen Zonen so positioniert, dass die Füße bei den typischen Belastungen optimal geführt, gestützt und gedämpft sind. Active Run beispielsweise unterstützt Läufer optimal. Die stabile Führungszone bietet Ferse und Rückfuß Halt und fördert das natürliche Abrollverhalten des Fußes. Die Stützzone nimmt das Körpergewicht im Mittelfuß flächig auf und leitet die Bewegung auf den Vorfuß weiter. Das mittelfeste Material verhindert, dass der Fuß zu stark einsinkt. Die weiche Dämpfungszone reduziert den Druck und die Belastung im Vorfuß- und Mittelfußbereich. „Die positive Wirkung: höhere Stabilität am Knie, Entlastung der Unterschenkelmuskulatur sowie der Fuß- und Sprunggelenke, weniger muskuläre Ermüdung“, sagt Wegener.

Diagnose mit Fußdruckmessung
Welche Fußregionen besonders belastet sind und welche Fußfehlstellungen vorliegen, darüber gibt eine Fußdruckmessung Aufschluss. Es gibt zwei verschiedene Arten der Messung. Mittels einer mit Sensoren ausgestatteten Platte oder mit Sensoren ausgestatteten Sohlen in den Schuhen werden die Fußbewegungen aufgezeichnet. „Eine präzise Diagnose garantiert die optimale Versorgung“, sagt Wegener.

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